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05.12.2018 15:30

Herzlichen Glückwunsch, Carlo Abarth: Sonderkollektion zum Geburtstag des Markengründers

Eine Legende feiert Geburtstag: Am 15. November 2018 wäre Carlo Abarth, Gründer der gleichnamigen Marke, 110 Jahre alt geworden. Als Hommage an den Rennsportler und Unternehmer bringt Abarth exklusiv in der Schweiz eine streng limitierte Sonderkollektion heraus: den Abarth 595 Competizione "110° anniversario".

Carlo Abarth: Leidenschaft für die Rennstrecke

Als Karl Abarth wird der spätere Markengründer am 15. November 1908 in Wien geboren. Nach der Annexion Südtirols siedelt seine Familie auf die italienische Seite über, Karl wird italienischer Staatsbürger und ändert seinen Vornamen in Carlo. Seine Liebe zur Geschwindigkeit entdeckt er schon früh. Bereits als Elfjähriger tritt er in Seifenkistenrennen gegen die Nachbarskinder an. Als junger Erwachsener erregt er mit seinem selbst umgebauten Motorradgespann Aufsehen, das sich schräg in die Kurven legen kann. Mit seiner Maschine nimmt es Carlo Abarth 1934 mit dem Orient-Express auf - und gewinnt das Rennen von Wien nach Ostende.

Selbst nach seiner aktiven Rennsportkarriere bekommt Carlo Abarth nicht genug vom Rausch der Geschwindigkeit. Mit 57 Jahren setzt er sich ans Steuer seines Fiat Abarth "1000 monoposto record" und stellt einen neuen Beschleunigungs-Rekord auf. Nur einen Tag später sichert er sich diesen Rekord auch im Einsitzer. Am 23. Oktober 1979 verstirbt der ehemalige Rennsportler. Seine Legende jedoch lebt fort, in zahlreichen sportlichen Abarth-Modellen.

Exklusiv nur in der Schweiz: Der Abarth 595 Competizione "110° anniversario"

Zum 110. Geburtstag ihres Gründers präsentiert die Marke Abarth eine streng limitierte Sonderkollektion: Der neue Abarth 595 Competizione "110° anniversario" ist ausschließlich in der Schweiz zu haben, die Stückzahl ist auf 110 Fahrzeuge begrenzt.

Der Abarth 595 Competizione "110° anniversario" bietet Fahrspaß mit 180 PS. Seine starke Leistung verdankt der Flitzer einem 1.4 T-Jet-Turbomotor. Sportlich und spritzig ist auch das Design: kurz, wendig und mit abgerundeten Formen kommt der Competizione daher. Zur Wahl steht er im klassischen Abarth Rot und in Gara Weiß mit Dach in Scorpione Schwarz. Spiegelklappen und Frontspoilereinsatz aus Carbon heben sich attraktiv von der Grundfarbe ab. Ein nummerierter Badge am Heck verweist auf die Sonderkollektion. Innen zeigt die Limitierungsnummer neben der Handbremse, dass es sich um eine exklusive Serie handelt. Seit dem 15. November erhalten Abarth-Fans in der Schweiz die Fahrzeuge aus der Jubiläums-Kollektion ab einem Preis von 38.595 Schweizer Franken.

Abarth: Der Skorpion auf der Rennstrecke

Mit dem 595 Competizione "110° anniversario" bleibt Abarth der bewährten Markenphilosophie treu. Klein und bissig sollen die Abarth-Fahrzeuge sein, genauso wie der Skorpion, das Sternzeichen Carlo Abarths, das auch das Firmenlogo ziert. Diesem Grundsatz folgt das Unternehmen bereits seit seiner Gründung im Jahr 1949. Carlo Abarth ruft die Marke nach dem Ende seiner aktiven Rennsportkarriere zusammen mit Guido Scagliarini ins Leben.

Spezialität von Abarth sind Sportwagen mit kleinem Hubraum. Als erstes Fahrzeug bringt das Unternehmen den 204 Roadster auf die Rennstrecke. Carlo Abarth selbst entwickelt Chassis und Karosserie, der leistungsstarke Motor und das Getriebe entnimmt man dem Fiat 1100. Die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten, der 204 Roadster gewinnt die 1100 Sport und die Formel 2 Meisterschaft. Zwei Jahre später erregt der Abarth 205A Berlinetta Vignale Aufsehen. Motor und Getriebe des zweisitzigen Rennsportwagens stammen abermals vom Fiat 1100, Abarth versieht das Fahrzeug allerdings mit einem Vierzylinder-Triebwerk mit 1200 Kubikzentimeter. Nicht weniger Aufmerksamkeit wird dem Abarth 1500 Coupé BipostoBertone zuteil. Das zweisitzige Coupé nutzt Abarth vor allem als Show Car für Ausstellungszwecke.

In den 1950er und 1960er Jahren feiert Abarth weitere Erfolge auf der Rennstrecke. 133 Rekorde gehen auf das Konto der rasanten Flitzer. Das Unternehmen produziert darüber hinaus hochwertiges Zubehör für Tuning und Veredlung. Damit jeder das typische Abarth-Fahrgefühl genießen kann, bringt die Marke bald auch Straßenautos heraus. Spritzigkeit und Wendigkeit vereint zum Beispiel der schnittige Zweisitzer Fiat Abarth 1300 Scorpione, der 1968 in Paris vorgestellt wird. Als Fiat die Firma 1971 übernimmt, hält man an der bewährten Markenstrategie fest. Abarth ist fortan die Bezeichnung für besonders leistungsstarke Modelle der Fiat-Linie.

Sonderkollektionen halten die jahrzehntelange Abarth-Tradition aufrecht

Sinn für Tradition beweisen die Abarth Sondermodelle, die Fiat regelmäßig auf den Markt bringt. Der Abarth 595 Competizione"110° anniversario" kann auf eine lange Reihe an Vorgängern zurückblicken. Im Jahr 2008 erscheint zum Beispiel die Opening Edition, limitiert auf 200 Stück. Sportliche Design-Akzente, rote Bremsen und die Lederausstattung verleihen den Fahrzeugen den aggressiven Look, der zur Leistung unter der Motorhaube passt. Von 0 auf 100 geht es in 7,4 Sekunden, 221 km/h schafft die Abarth Opening Edition auf der Strecke. Zwei Jahre später erscheint mit dem 695 Tributo Ferrari eine Sonderkollektion mit 1649 Fahrzeugen, welche die Eigenschaften des flinken Hengstes und des bissigen Skorpions kombiniert. Im Jahr 2011 würdigt Fiat einen legendären Vorläufer mit dem Punto Scorpione. 199 Fahrzeuge der Sonderkollektion kommen auf den Markt. Der 1.4 T-Jet-Motor bietet 180 PS.

Den 50. Geburtstag des Abarth 595 feiert Fiat 2013 mit der 595 50th Anniversary Edition. Die 390 Wagen der limitierten Serie verbinden den Charakter des Vorgängers mit der Performance moderner Technologie. Dem Biposto Bertone setzt man 2015 ein Denkmal. In der Special Edition 695 Biposto Record erscheinen genau 133 Fahrzeuge, eine Zahl, die auf die Anzahl der von Abarth eingefahrenen Rekorde anspielt. Im Jahr 2016 kehrt eine weitere Legende zurück: Der Fiat 124 Spider Abarth war zuvor 40 Jahre lang nicht mehr erhältlich. Die 124 Spider 2016 Edition bringt 2.500 Stück der wendigen Roadster wieder auf die Straße. Die Liebe zum Rennsport ist aber auch den serienmäßigen Abarth-Modellen anzumerken - ganz im Sinne des Markengründers.


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