+49 9402 50 44 90

Automobil & Tuning News von Italo-Welt

20.01.2020 10:40

Den meisten ist die Stadt Turin als schöne italienische Stadt im Norden des Landes bekannt. Für Automobilfans gibt es aber neben Mole Antonelliana und Palazzo Reale noch etwas ganz Besonderes in der Stadt im Piemont. Denn neben eindrucksvollen Barockbauten und die traditionellen alten Cafés, findet sich hier auch das Fiat-Werk Lingotto.

Italienische Fahrzeughistorie hautnah erleben.

Wer sich in der Geschichte der legendären Automobilschmiede ein wenig auskennt, weiß, dass das Werk geschlossen ist. Dennoch gibt es die Möglichkeit, die Autofabrik, in der von 1923 bis 1982 Fiat hergestellt wurden, zu besichtigen. Heute beherbergt das Gebäude der alten Anlage einen Geschäftskomplex samt Hotels mit anliegendem Einkaufszentrum. Alles wurde aufwendig renoviert. Interessant ist für Motorsportbegeisterte allerdings die auf dem Dach gebaute, perfekt hierfür konzipierte, Rennstrecke. Bei einem Besuch in Turin darf dieses Highlight auf keinen Fall fehlen.

Gerade Fiat ist bei vielen ein beliebter Hersteller, wenn es um Fahrzeuge und deren Tuning geht. So ist es auch kaum verwunderlich, das die Herzen derer höherschlagen, wenn sie das Fiat-Werk Lingotto sehen. Dieses wurde bereits 1916 durch den Architekten Giacomo Matté-Trucco realisiert. Denn die italienische Automobilgeschichte
ist nun älter als 120 Jahre. Dabei entwarf er das Gebäude so, das sich alle Fertigungsprozesse zur Herstellung der Fahrzeuge in diesem Werk realisieren lassen konnten. Die Produktion begann entsprechend in den unteren Stockwerken. Über eine interne Rampe, die sich gewunden immer höher schlängelt, wurden die Autos durch die verschiedenen Produktionsstufen und Stockwerke geschleust.

Abschließend rollten die Fiat auf das Dach des Gebäudes – dorthin, wo die Rennstrecke sie erwartete. Nach einem Test konnten sie dann in die Ausstellungsräume gefahren oder anderweitig dem Verkauf zu Verfügung gestellt werden. So verwundert es auch wenig, dass dieser Parcours auf dem Dach des Werksgebäudes es bereits in einen Film schaffte. Michael Caine durfte in dem 1969 gedrehten Film „Charlie staubt Millionen ab“, eine Verfolgungsjagd in Turin drehen. Am Ende des Streifens rasen die Minis dann auch durch das Turiner Fiat-Werk.

Ein Rennen kann der Besucher auf der Teststrecke allerdings nicht fahren. Dennoch ist es möglich, diese zu besuchen und gleichzeitig den phänomenalen Ausblick über Turin zu erleben. Um das Gebäude zu erreichen, reicht eine Fahrt bis zur Metrostation mit dem gleichen Namen – Lingotto. Damit der Reisende auf das Dach kommt, ist allerdings der Eintritt in das Kunstmuseum Pinacoteca Agnelli zu bezahlen. Über dieses geht es mit dem Aufzug bis auf die Strecke. Dabei kann diese nicht nur mit dem Flair der legendären Automobilschmiede aufwarten, sondern ebenso mit
ihrer architektonisch beeindruckenden Umsetzung einer Rennstrecke.

Leider gibt es an diesem Ort keine Besichtigungstouren, die den Besuchern mehr über die glorreiche Zeit um das Jahr 1929 herum berichten. Allerdings gibt es unweit des Lingotto-Gebäudes ein Automobilmuseum. In diesem lässt sich die Geschichte der Turiner Automobilbranche eindrucksvoll erleben. Dabei wird dem Interessierten auch die des Fiat-Werks näher gebracht. Zudem genießt
das Museo Nazionale dell'Automoblie den Ruf, eines der besten des ganzen Landes zu sein. Wer Lust hat, kann auch gleich auf der Rückreise noch in der Nähe von Mailand das frisch renovierte Museo Storico Alfa Romeo besuchen.

Quelle: https://unsplash.com/photos/Q5BVSGt9Ljc


Bitte melde dich an um einen Kommentar zu schreiben.